Samstag, 11. Juni 2011
Australier wollen 1,2 Mio. Kamele töten
Die australische Regierung überlegt derzeit einen an sie heran getragenen Vorschlag, 1,2 Millionen frei lebende Kamele zu töten. Diese gehören nicht zur ursprünglichen Fauna Australiens, sondern wurden von Menschen für den Transport in der Wüste eingebürgert und verwilderten, als sie nicht mehr gebraucht wurden. Eigentlich stören die Tiere kaum jemand. Aber Ökologen haben ich ausgerechnet, dass sie eine erhebliche Masse an CO2 ausstoßen und es deshalb, so die Argumentation, umweltfreundlich wäre, die Kamele zu töten. Außen vor gelassen wird allerdings dabei, dass die Kamele nicht mehr CO2 produzieren, als sie durch ihr Futter aufnehmen. Pflanzen speichern das CO2 während der Fotosynthese und verwandeln es in Sauerstoff. Das Problem sind nicht, wie auch für Rinder gern mal ausgerechnet wird, die Pflanzenfresser, die das erst kürzlich gespeicherte CO2 wieder freisetzen - und durch ihren Dünger dafür sorgen, dass neues Gras und andere Pflanzen wachsen - das Problem ist, dass wir in Erdöl, Erdgas und Kohle gespeichertes CO2 freisetzen, dass in einer Zeit gespeichert wurde, in der der CO2-Anteil in der Luft, den des Sauerstoffs bei weitem übertraf. Rinder und Kamele zu töten, wird unsere Probleme nicht lösen.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Schildkröte mit 3 Flossen schwimmt 2.600 Kilometer
Obwohl ihr eine Vorderflosse fehlte, paddelte eine Wasserschildkröte vor der Küste Australiens über eine Strecke von 2.600 Kilometer im Meer. Eine der Vorderflossen musste ihr im vergangenen Jahr amputiert werden, nachdem sie sich in einem Fischernetz verfangen hatte. Danach statteten die Retter sie mit einem Peilsender aus, bevor sie das Tier wieder in die Freiheit entliesen. Auf die Art konnten sie sehen, wie lange das behinderte Tier überleben könnte und ob das Aussetzen einer ähnlich geschädigten Schildkröte möglich ist, oder sie doch lieber unter Menschlicher Obhut bleiben sollte. Darüber, welch weite Strecken die Schildkröte noch zurück legen konnte, staunten dann allerdings auch ihre Betreuer. "Das ist eine unglaubliche Leistung bei nur drei Flossen", freute sich der australische Tierexperte Brian Coulter.
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